Friedensweg

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Donnerstag, 22. Januar 2015

Das Ding mit denTüren

Wer kennt das nicht, wenn man es mal schwerer im Leben hat, bekommt man ja öfter zu hören:
 " schließt sich eine Tür, öffnet sich eine andere, wer weiß wozu es gut ist. "
Diesen Spruch kennt vermutlich jeder und einige werden ihn auch schon zu hören bekommen haben, Betroffene können dann im Grunde nur müde nicken.
Ok, vor drei Jahren starb meine Mutter und ich mußte mir einen Job suchen, denn ich hatte sie ja hier zu Hause gepflegt und war nun arbeitslos. Damals sagte ich meinem Arbeitsberater das ich gerne eine Weiterbildung zur Betreuungsfachkarft & 87b- Seniorenbetreuerin absolvieren möchte.Er hat mich mit dieser Idee nur müde angelächelt und gemeint, er hätte eine Stelle für mich in einer Kantine.Hä??? Gut ich bin Hauswirtschafterin und genau da wollte ich ja anknüpfen..... aber es gab keinen "Bedarf" vielleicht war ich ihm damals auch schon mit 52 zu alt.Ich habe mich dann resigniert selbst auf die Jobsuche begeben, nachdem der Kantinenjob schon besetzt war ;-). Ok. Ich bin für 2 1/4 Jahre gut untergekommen, natürlich nur mit verlängerten Fristverträgen... aber dann gab es einen Führungswechsel und ich wurde quasi "ausgemustert".

14 Tage vor Weihnachten mit 55 Jahren zackbumm aus,wurde mir die Tür vor der Nase zugeknallt.Ich bin nun seit 1.1.2015 arbeitslos.
Pflichtgemäß latschte ich nun mit sehr wenig Optimismus im Gepäck, sprich Handtasche zur Jobvermittlung.
Den Sachbearbeiter der mich einlud kannte ich nicht, auch das Schild an seiner Tür verwunderte mich zwar, sagte mir aber nichts "Integrationsvermittlung"..räusper, was muß ich denn darunter verstehen? Ich bin weder hinfällig, gebrechlich noch muß ich an Arbeit gewöhnt werden, wie ein arbeitsscheues Muli.
Mir wurde in der Wartezeit doch recht mulmig und wenn ich das Arbeitslosengeld nicht brauchen würde, dann wäre ich wohl abgehauen;-)
Doch dann kam der Sachbearbeiter um die Ecke und irgendwie waren meine Befürchtungen weg. Wir hatten sofort einen sogenannten Draht zueinander.
Ich versuchte es also nochmal mit der Betreungskraft....und er druckte und fummelte am PC rum und lächelte und erzählte mir, das wir quasi Kollegen waren, denn er hat seine Studiumszeit über auch beim großen M gearbeitet.
Dann hielt er mir ein paar Formulare hin und meinte ich könnte im Februar bereits eine Weiterbildung beginnen, zu eben dieser Betreuungsfachkraft- ähm...ja..jaaaaa??? Ach herjeh so schnell schon !
Gut mit den erforderlichen Papieren im Handgepäck also wieder nach Hause, in der künftigen Bildungsstätte einen Termin zur "Einschulung" bekommen, zuvor brauche ich ein 5-tägiges Schnupperpraktikum.
Ich mich also wieder ans Telefon gehängt, sofort einen superguten Draht zur Heimleiterin gefunden, in 10 Tagen startet mein Praktikum. Auweia...so schnell schon??!!
Ein großes Scheunentor hat sich für mich geöffnet, wer hätte das für möglich gehalten?
Übrigens warum das nun alles so schnell geht? Es ist eine neue Gesetzgebung in Kraft seit 1. 1.2015, es gibt die Pflegestufe 0 für Demente, das bedeutet Pflegepersonen und -einrichtungen können die Pflege für Demente leichter abrechnen und somit fehlt nun Personal an allen Ecken und Enden!
Aha, zur richtigen Zeit arbeitslos geworden.
Und Integrationsberatung hilft in schwierigen Fällen zu vermitteln, bei mir ist es zum einen das Alter und zum anderen die Vielfältigkeit in meiner Arbeitsvita, ich konnte nicht in nur einen Beruf eingestuft werden, deswegen wurde ich Hausintern umgeschichtet.
Der Arbeitsvermittler hat mir dann noch gesagt, bei meiner offenen Art, meinem Alter und meiner vorhandenen Intelligenz....hui war das ein Flirtversuch?? wäre ich perfekt für diesen Job.
Es kann sich durchaus lohnen 55 zu sein und arbeitslos, aber das es nun sooo schnell geht, ein bißchen mehr Urlaub hätte ich durchaus vertragen können, na ich will mich nicht beschweren und schreite würdevoll
                                                     durchs geöffnte Türchen

Kommentare:

  1. Ach wie toll! Hoffentlich klappt alles so, wie Du es Dir vorstellst. Ich freue mich für Dich!
    Liebe Grüsse
    Marina

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  2. Ich wünsche dir viel Spaß bei deiner Weiterbildung und der Arbeit. Manchmal muss man auch mal Glück haben. Alles gute für dich.
    Winkegrüße Lari

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